Geschichte Beschreibung von Marseille Armand

Artikelnummer: Marseille Armand (3804)

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Kategorie: Marseille Armand




Beschreibung

Firmengeschichte und Beschreibung der Firma Armand Marseille von Sonneberg und Köppelsdorf, Thüringen, Deutschland

1856 wurde Armand Marseille als Sohn eines Baumeisters am russischen Zarenhof in Sankt Petersburg geboren.
ca. 1865 verläßt er Rußland und zieht nach Köppelsdorf Deutschland.
1884 kaufte er die Spielwarenfabrik von Mathias Lambert aus Sonneberg für 170.000 Mark.
1885 kommt die Porzellanfabrik von Liebermann & Wegescher aus Köppelsdorf hinzu.
1885 gründet Armand Marseille seine Porzellanfabrik.
1887 wird der größte Teil der Fabrik Opfer eines Feuers.
1891 erfolgt die Eintragung der Firma ins Handelsregister. In den 90-er Jahren wird er auch als Hersteller von Porzellanpuppen-Köpfen erwähnt.
1894 Schutzmarke "Beauty"
1900-1930 soll Armand Marseille täglich 1.000 Porzellanpuppen produziert haben.; die meisten davon mit Glasaugen.
1906 wird ein Zweigbetrieb in Neuhaus bei Köppelsdorf eingerichtet.
1915 heirate die Tochter Beatrice den Sohn von Ernst Heubach aus Köppelsdorf.
1919 übernimmt der Sohn Hermann Marseille nach einem Herzinfakt seines Vaters die Leitung der Firma, der dann zusammen mit Ernst Heubach jr. Beide Firmen unter dem Namen "Vereinigte Köppelsdorfer Porzellanfabriken, vormals Armand Marseille und Ernst Heubach" leitet. Die Produktion bleibt weiterhin getrennt.
In den 1920-ern stirbt Armand Marseille.
1932 wurden die beiden Firmen aus familiären Gründen wieder komplett getrennt.
1904 besucht Armand Marseille Amerika und stellt seine Puppen in St. Louis aus und gewinnt den "Grand Prize at the St. Louis Exposition" mit der C.M. Bergmann Puppe Fräulein Columbia.
1914-1918 wurden die Puppenköpfe während des ersten Weltkrieges in amerikanischen Warenlagern untergebracht. Ca. 1920 Schutzmarke "Gloria"
Die meisten Köpfe sind mit einer Gussform-Nr. gemarkt; z.B. 370 für Brustköpfe und 390 für Kurbelköpfe. Von ihm wurden u.a. folgende Köpfe hergestellt: Florodora, Baby Betty, Duchess, Columbia, Queen Lousie
1922-1925 "Kiddie Joy" und Serie von Hitz, Jacobs & Kassler mit Biskuitköpfen von Armand Marseille
1924-1925 begann die Produktion von "My Dream Baby" Nr. 341 mit geschlossenem und Nr. 351 mit offenem Munde und Ambergs "New Borne Baby",
1925 orientalischer Biskuitporzellankopf "Ellar".
Ende 1928 wurde die Produktion eingestellt. Die Puppen wurden auch danach noch viele Jahre über den Handel verkauft

Weitere Namen von Porzellanköpfen sind "Mabel" und "Our Ann".
Armand Marseille hat die Puppenkörper von anderen Herstellern zugekauft.
Er benutzte verschiedene Marken wie einen Anker, ein Hufeisen, Made in Germany, AM.
Vile Köpfe zeigen die Initialen D.E.P. oder D.R.G.M waren also in Deutschland registriert worden.
Arman Marseille belieferte u.a. folgende Puppenhersteller mit seinen Puppenköpfen:
Louis Amberg dolls, Arranbee dolls, C. M. Bergmann. George Borgfeldt G B, J. Bouton & Co., Butler Brothers, W. A. Cissna & Co., Cohen & Sons, Cuno & Otto Dressel, Eaton Beauty Dolls (Canada), Eckardt or Eckhardt & Co., Edmund Edelmann Foulds & Freure, Otto Gans, Eugene Goldberger, Max Handwerck, Jacobs & Kassler Hitz, B. Illfelder & Co., Koenig & Wernicke, Ernst Maar & Sohn, Montgomery Ward, W. G. Muller, Emil Pfeiffer, Quaker, Joseph Roth Mfg. Co., Phillip Samhammer, Peter Scherf, F.A.O. Schwartz, Sears, Roebuck & Co., Seyfarth & Reinhardt, Siegel Cooper, Edmund Ulrich Steiner, Wagner & Zetsche, John Wanamaker, Wiefel & Company, W & Co., Hugo Wiegand, Adolf Wislizenus, Louis Wolf & Co., L W & C., und andere.

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